Mahl-Zeit

Warum gemeinsam Essen nicht nur Leib, sondern auch Seele stärkt – und wie wir dabei fit durch den Sommer kommen.

Endlich Sommer! Das ganze Jahr über sehnen wir uns nach der hohen Zeit, nach der Kraft spendenden Wärme der Sonne, nach lauen Abenden am Grill oder gar am Lagerfeuer. Aber Sommer bedeutet auch Hitze - und die belastet den Kreislauf! Zeit also, sich zu Sommerbeginn ein paar gute Vorsätze in Sachen Ernährung zu machen – einfach, weil wir fit und unternehmungslustig durch den Sommer wollen. Zeit für einen Besuch in der Küchenwerkstatt am Sterntalerhof!

Viele Köche veredeln den Brei

„Bewusste Ernährung“ bedeutet, dass Ernährung wieder mehr ins Bewusstsein rückt. Diese an sich einfache Erkenntnis hat in der Küchenwerkstatt am Sterntalerhof tiefgreifende Auswirkungen. „In der schwierigen Zeit, die unsere Familien durchlaufen, rückt das gemeinsame Kochen und das gemeinsame Essen in den Hintergrund“, erzählt Claudia Ritter, die nicht nur über 16 Jahre Erfahrung in der Gastronomie verfügt, sondern auch als Pädagogin am Sterntalerhof tätig ist und die Küchenwerkstatt leitet. Dabei sind es gerade diese alltäglichen Rituale, die, gemeinschaftlich erlebt, Orientierung, Stabilität und Sicherheit in schwerer Zeit bieten können. Darüber hinaus schaffen Kochen und Backen geschmackvolle Ergebnisse, etwas auf das man stolz sein kann, für das man von anderen gelobt wird, dringend benötigte Erfolgserlebnisse. So wurde aus einer anfangs einfachen Küche am Sterntalerhof eine ausgeklügelte Küchenwerkstatt – ein pädagogisches Element der Betreuung, das Kinder und Erwachsene in den Prozess der Zubereitung von Mahlzeiten integriert. Gemeinsam mit Claudia achtet auch Bianca Schaden darauf, dass diese Mahlzeiten immer auch ausgewogen sind.

Die Chefin empfiehlt

Und mit dem Wörtchen „ausgewogen“ bekommt das Schlagwort der bewussten Ernährung seinen eigentlichen Sinn: Die Waage muss im Gleichgewicht sein. „Reiner Verzicht bringt überhaupt nichts“, ist Claudia überzeugt. „Den größten Heißhunger bekommt man auf die Dinge, die man nicht haben darf“, erklärt sie den berühmten Jojo-Effekt, der auf unserer ureigenen Menschlichkeit basiert und unsinnige Diätstrategien schon im Ansatz scheitern lässt. Viel wichtiger sei es, Alternativen zu sehen. „Muss es denn wirklich ein Kuchen mit Schlagobers sein?“ Oder schmeckt ein Fruchtsalat nicht genau so gut? Frische Melone, knackiges Obst mit Joghurt und Topfen, statt immer nur Schokolade. „Die Vitamine gibt’s inklusive“, lächelt sie wissend „die Müdigkeit danach allerdings – bleibt aus!“

Die Küchenwerkstatt am Sterntalerhof ist voll dieser Alternativen. Statt billigem Tafelöl finden natives Olivenöl, Sojaöl und feines Kürbiskernöl aus der Region den Weg in die Töpfe und Pfannen. Mit Salz wird gespart, mit Kräutern gewürzt, in den Tontöpfen im Garten gedeihen Thymian, Basilikum und Co. Gesunde Garmethoden garantieren knackiges, bissfestes Gemüse: „Nur kurz ins Salzwasser damit“, rät Bianca, „sonst wird’s ledschert und verliert all seine wertvollen Inhaltsstoffe!“ Aber auch Fisch ist eine dieser Speisen, der wir nach ihrem Empfinden zu wenig Beachtung schenken – leicht, gesund und schmackhaft, wenn er nicht ausgerechnet in Form panierter Fischstäbchen auf den Tisch kommt. Zuguterletzt setzt man am Sterntalerhof auch bei den Getränken auf Plan B: statt (mehr süßen als soften) Soft Drinks, rät Bianca zu verdünnten Fruchtsäften – oder überhaupt zu frischem Wasser, von dem unser Körper im Sommer eigentlich gar nicht genug kriegen kann!

Wer „Alternativen“ wie diese auf seine Speisekarte setzt, muss auch Pizza und Bratwurst nicht unbedingt davon verbannen – solange die Waage im Gleichgewicht bleibt. „Butter am Frühstücksbrot ist wunderbar“, lacht Claudia, aber bitte nicht zentimeterdick. Und weil wir grad von Butter sprechen, fügt Bianca zwinkernd einen kleinen Geheimtipp vom Pfannenrand hinzu: „Auch beim Zwiebelanrösten ist Butter ein delikater Begleiter. Wer sie aber nicht bockhart, sondern schön streichfähig lässt, gibt automatisch weniger davon in die Pfanne!“

Besuch von Herrn Hubert

Was denn die g’schmackigen Knödel mit sommerlicher Ernährung zu tun haben, wollen wir zum Abschluss wissen und deuten hungrig auf ein paar appetitlich hergerichtete Bällchen in einer Schüssel. „Die sind für die Pferde!“, lacht Bianca. Die Kinder haben sie aus Hafer, frischen Karotten, Honig und Gewürzen zubereitet und freuen sich schon riesig, den Wallach Herrn Hubert damit zu füttern. Denn wenn eines der Pferde vor der Küchenwerkstatt Halt macht, ist die Küchenwerkstatt nicht einfach nur mehr Küchenwerkstatt – sondern „Ride-In“ für hungrige Vierbeiner. Und ein großer Ort des Glücks für kleine Meisterköche.

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